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Hier werden alle möglichen kurzgeschichten landen, die nicht lang genug sind um eine eigne Unterseite zu bekommen.
Viel spass beim Lesen.
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Der Weg
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Eines Abends kommt er einfach nicht nach hause.
Es fühlt sich komisch an, zu warten. Einfach nur zu warten, ohne irgendwelche Gedanken daran, was passiert sein könnte. Ohne Fantasien von einem zerquetschten Autowrack, umgekehrt auf dem Dach, Scherben in die Himmelsrichtungen der Nacht verteilt; von Öl und Blut, dass den dunklen Fahrbahnbeton bemalt; von einem leblosen, blutroten, mit Schnittwunden versehenen Arm, der aus dem demolierten Fenster der Fahrertür hängt. Ohne das Geräusch der schreienden Sirenen, mit blau kreiselndem Licht um sich werfend und sich langsam durch die dickdunkle Nacht kreischend. Es kommt kein Anruf von einem gefühlvollen Chefarzt, der die trockene Botschaft der Überweisung, wegen schwerwiegender Verletzungen auf die Intensivstation, überbringt und ein Besuchsverbot ausspricht.
Genauso wenig kommt ein Anruf eines unsicheren jungen Polizeibeamten, der versucht mit seiner stockend, ängstlichen Stimme zu erklären was passiert ist und das es ihm Leid tut, er aber mitteilen muss, dass keine Überlebenden geborgen werden konnten. Er hat sowas noch nie gemacht.
Da ist keine innere Leere, die wie ein gefrässiger Schlund alles frisst. Kein Gefühl der Sinnlosigkeit, das sich langsam in Form von Tränen in Traurigkeit über heiße Wangen zum salzigen Geschmack auf Lippen und Zunge bewegt. Da ist keine Fassunglosigkeit die jegliche Realität verbannt, verjagt, verbrennt. Die Zeit bleibt nicht stehen, die Welt hört nicht auf sich um sich selbst zu drehen. Niemand bleibt stehen, schenkt einen mitfühlenden Blick oder reicht eine helfende Hand. Es kommen keine Freunde um ihr Mitleid kund zu tun. Da ist niemand, der tröstet. Da ist niemand im Leichenhaus um den Leichnam zu waschen und zu präparieren. Es ist niemand zur Beerdigung oder Trauerfeier gekommen. Da kommt niemand der die entstandene Lücke füllen kann. Niemand der Manns genug ist, niemand der ebenbürtig wäre oder es verdienen würde.
Es gibt kein Gefühl des Verlusts; keine Angst vor Einsamkeit. Keine Angst vor der Zukunft. Keine Frage nach einem Warum? Kein Gedanke an das Wie? Kein Wunsch, kein Betteln, kein Flehen nach dem Ungeschehenmachen dieser ungerechten Sache. Es gibt keine Ungerechtigkeit.


Da ist nichts, nur das Drehen des Schlüssels im Schloss und sein Schritt in die Wohnung.
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Dagr's Geschenk
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Immer wieder, auf ein Neues, erstürmen, die heranpreschenden Mächte des Lichts, über die Gipfel des Weltengebirgs, die von Dunkelheit vollkommene Bastion der nun harrenden Armee der Finsternis. Die langen Speere des Lichterheeres zerstechen in weitem Bogen die eisern schwarze Front und erkämpfen sich ein neues und doch schon alt bekanntes Territor. Doch, der Dunkelheit Reihen, eisesstarrer Widerstand verhallt doch noch nicht gänzlich.
Kein Fortschritt scheint einer Front gewiss. Kein Vorankommen, kein Zurückdrängen.
Als sich nun dann das güldene Rad der Sonne, zum gestärkten Kampfverband hellernen Scheins, empor gehoben, gibt es kein Halten mehr. Stummes Geheul, getränkt vom sich vermischenden Blute zweier aufs Erbittern gleicher Mächte, geleitet die unerbittlich voranschreitende Masse des Lichts. Sehet wie sie Unheil, Verderben, Tod, Leben, Erblühen und Glückseeligkeit aus dem gar kalt Abgrund, tiefster Abscheulichkeit, hinter dem Weltengebirg, hervor tragen.
Angebrochen, eine Zeit, in Gold gekleideter Fruchtbarkeit, helllichter Schönheit und lieblichduftender Wärme. Genieset und erfreuet euch dieses wiederkährenden Geschenks Dagr's.
Doch ergebt euch nicht in ausgiebiger Zufriedenheit, Dagr bleibt nicht auf Ewigkeit.
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Das Brot
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Die Streben der Holzbank drücken, aufgrund der Formung der Bank, etwas unangenehm in den Rücken. Stille dominierte das nie wirklich lebhafte Gespräch der beiden trist einherstarrenden Gestalten auf dieser aschgrauen Bank nah an eine Backsteinwand gestellt. Durch, aus Hunger resultierende Magenverkrampfungen wird ein Knurren laut, das durch das nervöse Herumrutschen sowie der Positur der Arme, quer über dem Bauch verschränkt, kaum verhindert werden kann. Dem Besitzer des Knurrens ist sein Besitz augenscheinlich peinlich, doch trägt er mit diesem Besitz zur Erheiterung seines, vor kurzem noch stillen, Banknachbarn bei, der im Moment, des sich bekannt machenden Besitzes, mit einigen herzlich klingenden Lachsalven wieder zu Wort meldet.
"Tschuldigung" nuschelt da der Besitzer, welches allerdings im Gelächter seines Nachbarns zu ertrinken scheint. "Bekommst wohl zuhause nich genug. Komm hier nimm." Der Herr des Gelächters langt neben sich in einen Rucksack , von Dreck fleckig geworden, und zieht einen Leinenbeutel, schwer gefüllt, aus seinem Rucksack, blickt abschätzend in die Gegend, reicht es dann seinem Freund, der es in ungewohnter Eile in seinen eigenen braunen Rucksack verschwinden lässt.
Nun lehnt sich der Knurrende zurück und ein tristes, aber dennnoch herzliches Lächeln umspielt seine, vom Elend hängengelassenen Mundwinkel, als ein Sonnenstrahl über sein Gesicht fließt.
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A drive through sweden
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A long, never ending straight forward reaching road, floating through shady forests, covered by the peachy light of a hidden sunset. A lonely row of 5 letterboxes is placed near a small road, seperating from the main road and loosing it self in the growing darkness of this immortal sunset.
Further. We must go further. We will go further, on this asphaltic path through the nothern wildernis of sweden, passing a small, simple bridge over a small, simple river, getting bigger and bigger and flowing into a big lake, framed by long, flat, stony fjords, representing the collective loneliness of this beautiful country.
Father Sun is gone. Now, there is no more light, beside the small stream crawling in front of the cars headlights. Silky moon light bursts, next to us, through the skeleton limbs of darkened trees, standing like a soundless, but angry mob, storming forward but never doing the first step.
Along this spooky way, everything; the long road, the small bridges, over small rivers getting bigger and bigger, and the tangly, mighty forest; everything will remain in the same way as you can see.
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